Digitale Spiele im Unterricht?

game-289470__340Digitale Spiele – ist das nicht das, was Schülerinnen und vor allem Schüler nach der Schule (bzw. schlimmstenfalls anstatt Schule) machen? Und macht das nicht süchtig und sozial unfähig? Verbringen Kinder und Jugendliche nicht sowieso schon zu viel Zeit vor dem Computer? Und jetzt auch noch im Unterricht???

So oder ähnlich könnten Kommentare von Kolleginnen/Kollegen und Eltern lauten, wenn Sie am Elternabend eine Unterrichtseinheit ankündigen, in der digital gespielt werden soll. Für den Einsatz von ausgesuchten digitalen Spielen im Unterricht spricht aber beispielsweise ihre Nähe zu dem, was Jugendliche heute wirklich beschäftigt. Und wie so oft, kommt es auch darauf an, was man daraus macht. Als Lehrkraft braucht man zur sinnvollen Gestaltung einer solchen Einheit gute Empfehlungen und Materialien, und genau das hat sich das Projekt Digitale Spielewelten.de u.a. zur Aufgabe gemacht. Als Einstieg in die Thematik mit praktischen Beispielen empfiehlt sich ein Blick in die Broschüre „Digitale Spiele in der Schule“, die hier zum Download zur Verfügung steht. Drei Themenblöcke mit Anregungen für den Unterricht werden präsentiert: a) Identität, b) Flucht und Vertreibung und c) Gender & Games.

Sollten Sie weitere Literatur zum Thema wünschen, wenden Sie sich gerne auch an das LBZ.

Viel Spaß und Erfolg beim Ausprobieren!

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Abiturvorbereitung im LBZ

26167851_1919479674747922_1071003397143744049_nBald ist es wieder soweit: Das Abitur in Rheinland-Pfalz steht bevor. Bei den Vorbereitungen auf die schriftlichen und mündlichen Prüfungen kann das Landesbibliothekszentrum Ihre Schülerinnen und Schüler durch zahlreiche Abiturhilfen, die es im Bestand hat, unterstützen. Diese finden sich in unserem Katalog mit dem Suchwort „Reifeprüfung“ und der Angabe des Unterrichtsfachs. Bei Fragen zur Recherche stehen die Kolleginnen und Kollegen des LBZ aber auch gerne zur Verfügung.

Machen Sie Ihre Schülerinnen und Schüler doch einfach auf das LBZ aufmerksam!

Allen, die in diesem Jahr ihre Prüfung machen, wünschen wir viel Erfolg!

 

Alle Jahre wieder …

Wieder ist es kurz vor Weihnachten, Zeit, um denjenigen zu danken, die hin und wieder oder sogar regelmäßig Beiträge dieses Blogs lesen. Wir hoffen, Ihnen auch in diesem Jahr die ein oder andere Anregung oder interessante Information haben geben können.

Während der Weihnachtsferien haben die Pfälzische Landesbibliothek in Speyer und die Rheinische Landesbibliothek in Koblenz zu den gewohnten Zeiten geöffnet. Die Bibliotheca Bipontina in Zweibrücken ist vom 22. Dezember 2017 bis zum 5. Januar 2018 geschlossen.

Ihnen allen wünschen wir gesegnete und friedliche Weihnachtsfeiertage und Elan, Gesundheit als auch kreative Ideen für Ihre Arbeit in Schule und KiGa/KiTa im Neuen Jahr! Gerne unterstützen wir Sie mit fachwissenschaftlicher und berufspraktischer Literatur. Auch bei der Förderung der Informationskompetenz Ihrer Oberstufenschülerinnen/-schüler  stehen wir Ihnen gerne mit Rat und Tat zur Seite.

 

Informationskompetenz für Ihre Schülerinnen und Schüler mit Lern-App

© LBZ / Bernhardt

Bibliotheksbenutzung ist unter heutigen Schülerinnen und Schülern keine Selbstverständlichkeit mehr. Schulen reagieren darauf, indem sie Bibliothekseinführungen bewusst einplanen. Zur Einführung in die wissenschaftliche Literaturrecherche und Bibliotheksbenutzung bietet das Landesbibliothekszentrum Rheinland-Pfalz (LBZ) neuerdings die Lern-App „Actionbound“ an, mit der Schülerinnen und Schüler die Bibliothek selbständig erkunden können.

Nach einem gelungenen Probelauf in Speyer im dortigen LBZ / Pfälzische Landesbibliothek startete das Projekt jetzt auch im LBZ / Rheinische Landesbibliothek in Koblenz erfolgreich. Eine erste Schülergruppe der 11. Jahrgangsstufe des Eichendorff-Gymnasiums war mit Feuereifer bei der Sache und bewertete die Arbeit mit der App durchweg positiv.
Die Vermittlung von Informationskompetenz, vor allem für die Oberstufe,  ist seit langem ein wichtiges Anliegen des Landesbibliothekszentrums. Mit Hilfe von „Actionbound“ steht diese Vermittlung nun auf ganz modernen Füßen. Hierfür wurden von Kolleginnen und Kollegen des Landesbibliothekszentrums „Bounds“ für verschiedene Fächer entwickelt. Bei diesen Tablet-Rallyes, die in Kleingruppen gespielt werden, lösen die Schülerinnen und Schüler verschiedenste Aufgaben rund um die Literaturbeschaffung. So lernen sie, wie sie sich in den Räumlichkeiten der Bibliothek orientieren können, wo sie Fachbücher, Fachzeitschriften und Lexika finden, welche Suchstrategien sinnvoll sind und wie sie im LBZ-Katalog recherchieren können. Während der Bibliothekserkundung stehen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des LBZ für Fragen zur Verfügung.
Die App „Actionbound“ ermöglicht so einen spielerischen und motivierenden Zugang zu den Angeboten des LBZ. Mobile Endgeräte werden zur Verfügung gestellt.
Selbstverständlich bestehen die bisherigen, konventionellen Angebote des LBZ  zur Schulung von Bibliotheks- und Informationskompetenz zusätzlich zu „Actionbound“ weiter. Mehr zu den verschiedenen Angeboten und zur Terminvereinbarung finden Sie hier.

Cyberlife – die neue Studie

Das Bündnis gegen Cybermobbing hat mittlerweile seine zweite Studie über die Nutzung des Internets durch Kinder und Jugendliche veröffentlicht. Darin werden sowohl Eltern und Lehrkräfte als auch Schülerinnen/Schüler eingehend befragt. Die Studie bietet die Basis für die Aufklärungsarbeit des Bündnisses zu den Themen Cybermobbing und Gewalt im Netz. Außerdem liefert sie Impulse für den Aufbau neuer Ansätze zur Prävention. Diese scheinen dringend nötig, wie die Ergebnisse zeigen:

Laut Elternstudie waren 11% der Kinder bereits Opfer von Cybermobbing. Auch jüngere Kinder werden immer häufiger mit diesem Problem konfrontiert.  Aus Sicht der Eltern gehen Schulen zwar im Vergleich zur ersten Studie 2013 aktiver mit dem Thema um, von systematischer und institutionell verankerter Präventionsarbeit seien sie jedoch noch weit entfernt.

Die Lehrerstudie ergab, dass über 50% der befragten Lehrkräfte schon persönlich mit Fällen von Cybermobbing bei ihren Schülern in Berührung gekommen sind. Demnach haben die Schulen ihre Präventionsarbeit ausgebaut, die aktivsten Bundesländer seien das Saarland und Rheinland-Pfalz. Als Unterstützung wünschen Lehrkräfte sich gutes Unterrichtsmaterial und externe Beratung.

Die befragten Schülerinnen und Schüler geben an, heute viel mehr über ihr Smartphone und über Tablets auf das Internet zuzugreifen als mit PC oder Laptop. Dies hat auch zur Folge, dass sich deren Internetnutzung nunmehr zunehmend der Kontrolle durch die Eltern entzieht. Der Internetkonsum hat seit 2013 stark zugenommen – mittlerweile verbringen Schülerinnen und Schüler täglich durchschnittlich drei Stunden im Netz. Fast 13% der Befragten sind bereits von Cybermobbing betroffen gewesen, und mehr als 13% geben an, bereits Täterinnen/Täter von Cybermobbing-Attacken gewesen zu sein, wobei ehemalige Opfer teilweise auch selbst zu Täterinnen/Tätern werden. Jedes 5. Cybermobbingopfer hatte bereits Suizidgedanken – hochgerechnet auf die Schülerzahl in Deutschland wären dies 280 000 Schülerinnen/Schüler!

Als Lehrkräfte könnten Sie sich also jederzeit dem Thema Cybermobbing und Gewalt im Netz ausgesetzt sehen, sei es, weil Sie erfahren, dass eigene Schülerinnen/Schüler betroffen sind, sei es, weil Sie an Ihrer Schule Präventions- und Beratungsarbeit leisten möchten, ohne konkrete Fälle zu kennen. Schauen Sie in unseren Katalog mit dem Suchwort Cyber-Mobbing, Sie werden einige Titel finden, die wichtige Hintergrundinformationen als auch praktische Hilfestellung bieten. Machen Sie Anschaffungsvorschläge, wenn Sie einen hilfreichen Titel kennen, aber bei uns nicht finden. Berichten Sie von Ihren Erfahrungen mit bestimmten Materialien – gerne auch in diesem Blog.

Wer sich für die Studie Cyberlife II interessiert, kann diese hier nachlesen

Welt-Internet-Tag

Am 29.10. ist Welt-Internet-Tag, aber eigentlich ist für viele doch jeder Tag Internet-Tag – weltweit. Seit den Anfängen des Internets als Arpanet 1969 sind noch keine 50 Jahre vergangen, doch durchdringt das Internet heute alle Lebensbereiche, und auch die Lebenswelt der Schülerinnen und Schüler ist von der digitalen Welt geprägt. Dies ist eigentlich keine große Neuigkeit mehr, weswegen es verwundert, dass sich viele Jugendliche doch eher unbedarft im Netz der scheinbar unbegrenzten Möglichkeiten bewegen. Hier sind Eltern und Lehrkräfte gefragt und manchmal überfordert. Hilfe bietet das Projekt klicksafe an.

Klicksafe ist ein von der EU gefördertes Projekt der Landeszentrale für Medien und Kommunikation Rheinland-Pfalz, der Landesanstalt für Medien Nordrhein-Westfalen und weiteren Kooperationspartnern. Ziel des Projektes ist die Förderung von Medienkompetenz im Hinblick auf das Internet und digitale Medien.

Auf der Seite klicksafe.de finden sich Informationen zum Projekt und Hintergrundinformationen zu Themen wie Cyber-Mobbing, Cyber-Grooming, Fake News, Datenschutz u.v.m. Zu diesen Themen gibt es außerdem Leitfäden und Materialien für Unterricht und Elternarbeit. Die Veröffentlichungen können als Print-Hefte bestellt werden, stehen als Download bereit – und sind natürlich auch im LBZ für Sie vorhanden. Von Ihnen so bestens vorbereitet, gehen Ihre Schülerinnen und Schüler sicher und planvoll ins Netz.

Das Thema Tod und Trauer

boy-2205733__340Der Herbst hat nun Einzug gehalten, und der November mit seinen Assoziationen von Dunkelheit und Tod rückt näher. Wie steht es eigentlich um das Thema Tod und Trauer in Schule und Kindergarten? – Auch Kinder und Jugendliche sind vor Sterbefällen in ihrem sozialen Umfeld nicht gefeit, und Lehrerinnen und Lehrer bzw. Erzieherinnen und Erzieher stehen dann vor der Herausforderung, sensibel mit der Situation umzugehen.

Dies ist oftmals jedoch kein Thema, das in der Ausbildung berücksichtigt wird, so dass Lehrkräfte und Kita-Personal hier häufig auf sich allein gestellt sind. Deswegen stellt das LBZ  entsprechende Literatur bereit.

a) Für die Schule haben wir beispielsweise:

  • Stephanie Witt-Loers: Sterben, Tod und Trauer in der Schule: eine Orientierungshilfe. Göttingen: Vandenhoeck & Ruprecht, 2016.
  • Klipphahn, Annelie: Kohls Stationenlernen: Umgang mit Tod und Trauer. Kerpen: Kohl, 2015.
  • Butt, Christian: Abschied, Tod und Trauer – Kinder und Jugendliche begleiten: ein Praxisbuch mit Projektideen und Unterrichtsentwürfen für Schulen und Gemeinden. Stuttgart: Calwer, 2013.

b) Für Kindergärten und KiTas führen wir z.B.:

  • Färber, Margret: … plötzlich mit dem Tod konfrontiert: ein Leitfaden für Kitas mit Notfallplänen, Checklisten und Hilfen zur Trauerbegleitung. München: Don Bosco, 2014 .

Auch der deutsche Bildungsserver bietet Informationen, Orientierungshilfen und Materialien für die Schule und  für den Vorschulbereich.

 

 

Literarischer Samstag im LBZ – Empfehlungen auch zu Vorlesebüchern, Kinder- und Jugendliteratur

Orientierung in der Flut der Neuerscheinungen:

Der Literarische Samstag 2017 im Landesbibliothekszentrum Rheinland-Pfalz in Koblenz

Ihre persönlichen Empfehlungen aus den Neuerscheinungen des Jahres präsentieren wieder ganz aktuell nach der diesjährigen Buchmesse zwei erfahrene Buchhändlerinnen beim schon traditionellen „Literarischen Samstag“ am 21. Oktober 2017 im Landesbibliothekszentrum in Koblenz.

Dorothee Mendner (Buchhandlung Heimes, Koblenz) wird am Vormittag, 11.00 bis 13.00 Uhr, aktuelle Bücher aus dem Bereich der Belletristik vorstellen.

Am Nachmittag, 14.00 bis 18.00 Uhr, steht die Kinder- und Jugendliteratur im Mittelpunkt.

Elisabeth Adam (Buchhandlung Adam, Bad Ems) zeigt ihre Favoriten-Auswahl von   Pappbilderbüchern über Vorlesebücher und erzählende Literatur bis zu Jugendsachbüchern.

 

Der Literarische Samstag 2017 findet statt in Zusammenarbeit mit dem Landesverband Hessen, Rheinland-Pfalz und Saarland im Börsenverein des Deutschen Buchhandels e.V..

Eine Anmeldung nur zu einem der beiden Teile ist möglich.

Neben Interessierten aus Öffentlichen Bibliotheken und aus Buchhandlungen sind zu beiden Teilen auch Lehrerinnen und Lehrer, Erzieherinnen und Erzieher willkommen und natürlich alle Bücherfans, die die Highlights des Bücherherbstes kennenlernen möchten.

 

Die Teilnahme an beiden Veranstaltungen ist dank der Unterstützung durch den Börsenverein kostenlos.

 

Information und Anmeldung:

LBZ, Bahnhofplatz 14, 56068 Koblenz, z.H. Gudrun Colling (Tel. 0261-91500 309)

online unter www.lbz.rlp.de (Veranstaltungen/Fortbildungen)

oder per Email: colling@lbz-rlp.de

 

 

 

Frei zugängliche Bildungsmedien oder Open Educational Resources (OER)

Digitale, kostenlose Unterrichtsmaterialien verwenden, ohne sich groß Gedanken darüber machen zu müssen, ob man mal wieder mit einem Bein im Gefängnis steht –  das würde das Leben vieler Lehrerinnen und Lehrer sicher etwas erleichtern. Die Lösung hierfür lautet OER, das für „Open Educational Resources“ steht und Bildungsmedien meint, die unter sog. Creative Commons-Lizenzen zur Verfügung gestellt werden. Diese dürfen kopiert, gespeichert und vervielfältigt werden (je nach Lizenz mit Namensnennung des Urhebers oder auch ohne). Unter manchen CC-Lizenzen ist auch die Veränderung der Materialien erlaubt (eine Übersicht über die verschiedenen CC-Lizenzen und wie Sie sie erkennen finden Sie beispielsweise hier ).

Das Deutsche Institut für Internationale Pädagogische Forschung (DIPF) hat nun, unterstützt vom BMBF, mit der Informationsstelle OER ein Online-Portal aus der Taufe gehoben, das über Open Educational Resources informiert und Materialien zur Verfügung stellt. Über rechtliche Aspekte wird ebenso informiert wie über das Auffinden, die Verwendung und die Produktion von offenen Bildungsmedien. Auf der Startseite des Portals können Sie unter „Meine Themen wählen“ direkt den Bildungs- und dort den Schulbereich ansteuern. Ebenfalls auf der Startseite gibt es unter dem Reiter „Materialien“ im „Contentbuffet“ eine speziell auf Lehrerinnen und Referendarinnen zugeschnittene Handreichung.

Mit diesem Portal wird es also für Lehrkräfte unkomplizierter, den Forderungen der Bildungspolitik und der Gesellschaft nach mehr digitalen Inhalten im Unterricht gerecht zu werden. Wir wünschen Ihnen viel Erfolg dabei!

 

Fachtexte für KiTa-Kräfte – für Sie ausfindig gemacht

Die Erwartungen an die Betreuung von Kindern in Kindertagesstätten sind in den letzten Jahren deutlich gestiegen – Begriffe wie Professionalisierung und Qualitätsmanagement haben auch in diesem Bereich Einzug gehalten. Damit sind auch die Anforderungen an Aus- und Weiterbildung der Fachkräfte gewachsen.

Hier kann das Portal KiTa Fachtexte weiterhelfen, das Studientexte von Fachleuten zu verschiedenen Themenkomplexen kostenlos (als Download) zur Verfügung stellt. Sie finden Informationen u.a. zu pädagogischen Ansätzen, inklusiver Pädagogik, Didaktik, Methodik und Beobachtung/Dokumentation.

Das Portal beruht auf einer Zusammenarbeit der Alice Salomon Hochschule mit der Fröbel-Gruppe und der Weiterbildungsinitiative Frühpädagogische Fachkräfte (WiFF) und ist eine fundierte und umfangreiche Ergänzung zu den frühpädagogischen Titeln im Bestand des Landesbibliothekszentrums Rheinnland-Pfalz. Viel Spaß und Erfolg beim Stöbern!